Ausbildung und was das für die Rente bringt

Die Jahrgänge, die aktuell mit der Ausbildung fertig werden – und vermutlich noch einige folgende -, gehören nicht nur zur „Generation Praktikum“, sondern werden auch im Alter mit einer niedrigen Rente auskommen müssen. Die erste und bislang wichtigste der so genannten „3 Säulen“, nämlich die gesetzliche Rente, wird in einigen Jahren sicherlich nicht mehr ausreichen, um einen vernünftigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Die betriebliche Rente als zweite Säule soll zwar ausgebaut werden, nichts desto trotz wird auch sie nicht allzu ergiebig sein. Es führt also kein Weg vorbei an Säule Nummer drei, also einem privaten Vorsorgeplan, um sich auch im Alter noch etwas leisten zu können. Eine seit 2002 bestehende Möglichkeit ist die so genannte Riester Rente, benannt nach dem damaligen Bundesminister für Arbeit und Soziales. Beim Sparen mit Riester-zertifizierten Produkten gewährt der Staat steuerliche Vergünstigungen sowie jährliche Zulagen. Junge Sparer, die zu Beginn des Jahres, in dem sie eine Riester Rente abschließen, das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bekommen sogar eine einmalige Extra-Zulage von 200 Euro. Die regulären Zuschüsse werden anhand einiger Faktoren berechnet, von denen Familienstand, Anzahl der Kinder und die selbst eingezahlten Beträge am schwersten wiegen. Letztere sind bei der Riester Rente sehr variabel und können in Zeiten finanzieller Knappheit stark minimiert werden. Ein Kritikpunkt ist, dass viele Menschen sterben, bevor sie die garantierte Auszahlungssumme, die sich aus den eigenen Beiträgen, den Zulagen und einem Mindestzins von 2,25 Prozent zusammensetzt,  in Form von monatlichen Rentenzahlungen erhalten haben.

Der Verlust des Vermögens kann nur dadurch verhindert werden, dass es auf den Riester-Vertrag des Ehepartners übertragen wird – dies muss allerdings im Vorfeld gesondert festgelegt werden.

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