Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit im Lebenslauf

Vertuschen oder betonen? Während viele Angestellte von der Selbstständigkeit träumen, entscheiden sich manche Freiberufler dafür, in ein Angestelltenverhältnis zurückzukehren. Doch welchen Eindruck machen Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit im Lebenslauf? Und gibt es eine Möglichkeit, den freien Erwerb als Chance zu nutzen?

Freier Erwerb im Lebenslauf – aber bitte mit Selbstbewusstsein

Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit haben den „Nachteil“, dass für diesen Abschnitt der Berufsbiographie keine Arbeitszeugnisse vorliegen. Aus diesem Grund wird der freie Erwerb häufig als Lücke im Lebenslauf empfunden, die viele Bewerber entweder vertuschen oder mit irreführenden Bezeichnungen wie „Geschäftsführer“ zu camouflieren suchen.

Was die meisten aber nicht wissen: Das mangelnde Selbstbewusstsein in Bezug auf die eigene Selbstständig- oder Freiberuflichkeit ist der wahrscheinlichste Stolperstein im Bewerbungsprozess und wird insbesondere von professionellen Recruitern auf den ersten Blick negativ bewertet. Wer also die Chance erhalten möchte, dem Personaler das Gesicht hinter dem digitalen Lebenslauf zu präsentieren, sollte jede seiner beruflichen Stationen selbstbewusst vertreten können.

Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit im Lebenslauf: praktische Tipps

Tatsächlich kann die Angabe des freien Erwerbs im Lebenslauf als Chance genutzt werden, da sie Personaler aufmerksam werden lässt: Wer sich selbstständig macht, hat doch sicher etwas zu bieten? Mit folgenden praktischen Tipps wird die Selbstständigkeit von der Lücke zum Trumpf:

  • Prägnanz: Zu einer selbstbewussten Darstellung der Selbstständigkeit gehören eine genaue Berufsbezeichnung und die Angabe der wichtigsten Auftraggeber und Tätigkeitsschwerpunkte.
  • Initiative: Wer selbstständig gearbeitet hat, ist in der Lage, die Initiative zu ergreifen. Bewerber sollten dies unter Beweis stellen, indem sie Bewerbungen deutlich vor Einsendeschluss einreichen bzw. sich auf Stellen bewerben, die noch gar nicht ausgeschrieben sind (Initiativbewerbung).
  • Referenzen: Die selbstständige Arbeit sollte in guten Referenzen bzw. in Empfehlungsschreiben ausgewiesen werden.
  • Portfolio: Das Portfolio sollte möglichst präzise auf die ausgeschriebene Stelle zugeschnitten sein und Angaben zu den erfolgreichsten Projekten, den wichtigsten Auftraggebern und den höchsten Umsätzen während der Zeit des freien Erwerbs beinhalten.

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