Übergreifende Plattform für elektronische Rechnungen

Um den gesamten Prozess rund um elektronische Rechnungen speziell in kleinen und mittelständischen Unternehmen durchgängig zu unterstützen, arbeitet die DATEV eG künftig mit Anbietern bewährter elektronischer Rechnungsportale sowie mit Signaturdienstleistern zusammen. Der Nürnberger IT-Dienstleister hatte mit DATEV eRechnung eine Lösung vorgestellt, die die Vorteile des elektronischen Rechnungsaustauschs für kleine Unternehmen einfach und kostengünstig nutzbar macht. Über die Kooperation mit etablierten Portalen lassen sich künftig auch Rechnungen einbinden, die etwa mit einzelnen Kunden bereits über ein solches Portal abgewickelt werden. So entsteht ein elektronisches Geschäftsnetzwerk, das die diversen technischen Verfahren verbindet. Dazu arbeitet DATEV mit dem Verband elektronische Rechnung (VeR) zusammen, der als Interessensvertretung seiner Mitglieder im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung fungiert.Größere Unternehmen legen schon seit längerem Wert darauf, ihre Zulieferer und Kunden in den elektronischen Informationsfluss einzubinden. In diesem Kontext sind gerade mittelgroße Zulieferer häufig auf die Teilnahme an einem elektronischen Rechnungsverfahren angewiesen. Wegen der Lösungsvielfalt am Markt können sie aber selten ihr komplettes Rechnungsaufkommen über ein Portal abwickeln. Das stellte die Unternehmen häufig vor Probleme, die DATEV nun ausräumen möchte.

Zusammenführung der einzelnen Verfahren

„Unser Ziel ist es, bestehende Lücken in den Abläufen zu schließen und Unternehmen so die Möglichkeit zu geben, ihren Rechnungsverkehr vollständig elektronisch und gleichzeitig gesetzeskonform zu gestalten“, erläutert Prof. Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG. „Statt uns über die Komplexität der Regelungen und die vorhandene Lösungsvielfalt zu beklagen, führen wir die etablierten technischen Verfahren zusammen und konsolidieren die Daten in einem System.“ Erste Kooperationen sind bereits in der Umsetzung mit Crossinx, der Deutschen Bank, b4 value.net, TecCom, dem VR-RechnungsService der DZ-Bank, ebills&more für das ServiCon Rechnungsportal und den Sparkassen RechnungsService. Darüber hinaus laufen derzeit Gespräche mit weiteren Portalanbietern. Im Umfeld von Signaturdienstleistungen ist eine enge Kooperation mit Ximantix beschlossen.

Umgesetzt wird die Integration über Schnittstellen, die im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Rechnungsportalen und dem browserbasierten Anwendungspaket DATEV Unternehmen online entwickelt werden. Mit seiner eigenen Funktion eRechnung im Lösungspaket Unternehmen online, deckt DATEV alle Anforderungen für den Empfang und Versand elektronischer Rechnungen ab, so dass auch die Vorsteuer bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung geltend gemacht werden kann. Im Zusammenspiel mit den Portalen wird der Prozess auf breiter Basis durchgängig. Neben der vorgeschriebenen Archivierung im DATEV-Rechenzentrum bietet Unternehmen online die Möglichkeit, buchungsrelevante Informationen für die Buchführung bereitzustellen. Bei elektronischen Rechnungen werden diese durch das Prüfergebnis und Prüfprotokoll ergänzt. Dabei ist der Steuerberater als zuverlässiger Partner in den Prozess integriert und nutzt das System mit dem Unternehmer als gemeinsame Arbeitsplattform, so dass auch hier ein reibungsloser Informationsfluss gewährleistet ist.

Politisches Engagement für das Thema

Neben der nötigen Vernetzung der unterschiedlichen Verfahren, die durch das gemeinsame Handeln mit den Portal-Anbietern geschaffen wird, engagiert sich DATEV auch auf politischer Ebene für das Thema elektronische Rechnungen. So ist das Unternehmen eines der Gründungsmitglieder des kürzlich gegründeten Forums elektronische Rechnung Deutschland (FeRD). Diese unter Beteiligung der Bundesregierung und des Sekretariats des Nationalen Normenkontrollrates sowie der Spitzenverbände der Wirtschaft und einiger Fachverbände ins Leben gerufene Plattform zur Förderung der elektronischen Rechnung bündelt unter anderem die deutschen Interessen und vertritt sie einstimmig auf europäischer Ebene.

Dies ist notwendig, da die Europäische Kommission jüngst eine Reihe von Aktivitäten initiiert hat, um die Unterschiede in der Handhabung elektronischer Rechnungen in den Mitgliedstaaten zu klären. Mittelfristig soll dadurch innerhalb der EU eine einfache und einheitliche Anwendung sichergestellt werden.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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